Wie man sich bettet, so liegt man. Man könnte auch sagen, wie man es sich einrichtet, so lebt man. Der eigene Wohnstil ist eine Frage des Charakters und präsentiert seine persönlichen Vorlieben in Bezug auf Materialien, Farben, Formen und Oberflächen. Bei allen aktuellen Einrichtungsstile und -trends wird deutlich: Es geht um die eigene Persönlichkeit.

Kaum ein Bereich erlaubt so viel Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung wie das Thema Wohnen. Jeder Wohn- und Einrichtungsstil hat sein eigenes Flair, dessen kleinster gemeinsamer Nenner die Gemütlichkeit ist. Man mischt Gekauftes mit Geerbtem, mit Marmor, mit Stein, aber alles mit Holz, denn das wirkt so lebendig, wie das neue Wohnen sein will.

Die neue Sehnsucht
nach Zuhause

Endlich ist er da! Ein Trend, den man mitmachen will! In Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung suchen viele Menschen Zuflucht im häuslichen Glück und im Privaten. Denn je stressiger die Zeiten sind, desto mehr treibt es die Menschen zurück an den Ort, wo die Welt noch in Ordnung ist: Zuhause.
Einen Namen für das Phänomen gibt es auch schon: Neo-Biedermeier oder eben Cocooning. Darunter versteht sich keine Stilrichtung, vielmehr bezeichnet Cocooning oder Neo-Biedermeier einen gesellschaftlichen Trend, nämlich des Rückzugs aus dem Alltag, aus gesellschaftlichen Verpflichtungen in die eigenen vier Wände. Dabei geht es um Geborgenheit und Gemütlichkeit innerhalb seines eigenen Kokons, der begrifflich aus der Welt der Insekten abgeleitet wurde. Unabhängig von sozialem Status, Alter oder Geschlecht sehnen sich die Menschen nach Rückzug – in das Bewährte, das Kontrollierbare, das häusliche Glück.

Das eigene Heim dient als Treffpunkt zur Pflege von Freundschaften und sozialen Kontakten in entspannter Wohnzimmer-Atmosphäre. Das soziale Leben verlagert sich ins eigene Heim und es wird verstärkt zu sich nach Hause eingeladen anstatt des Ausgehens in Bars, Restaurants und öffentlichen Orten. Dieser Trend hat Auswirkungen auf den eigenen Lifestyle, denn wer vorrangig Zeit zu Hause verbringt, will sich umso mehr möglichst geborgen und kuschelig fühlen. Einrichtung und Deko bekommen so einen ganz neuen Stellenwert.

Hygge

Hygge ist tief in der dänischen Tradition verankert und gilt als Überbegriff für eine glückliche Lebensweise. Dabei lässt sich dieses Wort nicht 1:1 ins Deutsche übersetzen, im Wesentlichen versteht man unter „Hygge“ eine gemütliche, herzliche Atmosphäre sowie die Kunst der Zufriedenheit. Geht es nach den Dänen, sind dazu unbedingt Freunde, Familie und andere nette Leute erforderlich, mit denen man gemeinsam die schönen Aspekte des Lebens genießt und bespricht. Auch Essen und Trinken sowie warmes Kerzenlicht dürfen für ein hyggeliges Ambiente nicht vergessen werden, denn die Dänen verstehen es, Genuss zu zelebrieren. Der Hygge-Höhepunkt während eines Jahres ist selbstverständlich das Weihnachtsfest. Es kommt immerhin nicht von irgendwo, dass die Dänen seit Jahren sämtliche Glücksstatistiken anführen und oft als das glücklichste Volk der Welt bezeichnet werden.

 

Doch Hygge ist nicht als Stangenware abfüll- und verkaufbar. Wie lässt sich im Wohnbereich trotzdem eine hyggelige Atmosphäre schaffen?

Licht & Feuer

Über ein Viertel der Dänen greift täglich zum Streichholz. Eines der wichtigsten Wohn-Accessoires sind Kerzen, jedoch gelten Duftkerzen in Dänemark eher als verpönt und unangenehm. Nichts desto trotz ist auch elektrisches Licht erlaubt, am besten aber indirekt oder abgedimmt und mit warmer Farbtemperatur.

Natürliche Materialien und harmonische Farben

Naturmaterialien wie Wolle, Leder oder Holz mit ihrer Urigkeit sind im Hygge-Interior ausdrücklich willkommen, eben alles was die Sinne anregt und zum Wohlfühlen beiträgt. Farblich spürt man deutlich den Skandinavien-Einfluss, indem man auf Naturfarben wie Schwarz, Weiß und Grau sowie Brauntöne setzt. Dazu gesellen sich gerne Pastelltöne in Grün oder Blau.

Eines sei noch festgehalten, an Holz kommt man bei Hygge nicht vorbei. Denn kaum ein Material schafft so viel Wärme und Behaglichkeit wie Holz in all seinen Farbgebungen.

Entspannte Wärme

Hygge ist warm und kuschelig. Auf dieses Gefühl zahlen verschiedenste Möglichkeiten mit ein, etwa ein knisterndes Kaminfeuer, eine Katze am Schoß oder eine Tasse heißer Tee. Hygge lässt also durchaus großen Gestaltungsfreiraum für die individuellen Vorlieben jedes Einzelnen, denn wie eingangs dargestellt, ist Hygge vor allem ein tiefes menschliches Gefühl des Glücks und Wohlbefinden.

Scandinavian Style

Moderne skandinavi­sche Wohnungen wirken beneidenswert locker und ungezwungen. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts begeistert skandinavisches Design eine Generation nach der anderen. Das Erfolgsrezept des nordischen Stils: Funktionalität verbindet sich mit Schönheit und strahlt eine gemütliche und einladende Atmo­sphäre aus. Freundliche Farben und helle Holzarten sorgen hierbei für ein angenehmes Raumklima, das in der kalten Jahreszeit zunehmend Wärme in die eigenen vier Wände bringt.

Natürliche Materialien als Basis des Wohndesigns

Der skandinavische Einrichtungsstil greift dabei gerne auf heimische Nadelhölzer zurück, die für natürliche Frische im meist offenen Wohn­raum sorgen. Eine nahtlose Verbin­dung zwischen den unterschied­lichen Wohnräumen wird mittels durchgehender Böden geschaffen, die Natur mithilfe großer Glas­fronten ins Innere geholt.

Das Prinzip des Nordens

Die Skandinavier mögen es prak­tisch, schlicht in der Form, geradlinig im Design. Die schlanken Produkte & cleveren Systeme von Josko sind daher die perfekte Ergänzung für den nordischen Look.

Total flexibel

Der Smart Mix von Josko ermöglicht ein individuelles Raum­design. Edle Kombi­nation: Holzboden in N333 scandic white, Fenster und Türen in Eiche N16 black pearl.

 

Farb-Code

Strahlend weiße Wände bringen den Raum zum Leuchten und lassen ihn größer erscheinen. Schwarz und Grau eignen sich, um Akzente zu setzen.

Die Schönheit der Details

Wohnaccessoires aus Glas, Metall, Keramik und Porzellan sowie bedruckte Heimtextilien und Wand­dekorationen ergänzen den sonst schlichten Stil mit Farbe und Mus­tern und sorgen für Gemütlichkeit.

Lagom - Das Glück der Schweden

Was Hygge den Dänen bedeutet, das verbinden die Schweden mit Lagom. Auch Lagom beschreibt ein bestimmtes Lebensgefühl, nämlich die Balance aller Dinge bzw. die goldene Mitte zu finden. Lagom ist die Abkehr von der Sehnsucht nach immer mehr, also auch ein bewusster, nachhaltiger Lebensstil. Umgemünzt auf die eigenen vier Wände lautet die Glücksformel „nicht zu wenig, aber auf keinen Fall zu viel“, egal ob Möbel, Accessoires und Dekoraktion oder generell auch die Farben. Lagom zielt aber keinesfalls auf leergefegte Räume ab, die schnell kalt wirken können. Auch bei diesem schwedischen Trend geht es um Gemütlichkeit, wenn auch mit weniger Kuscheligkeit-Ansprüchen wie beim Hygge. Letztlich geht es darum, dass man im Leben alles im richtigen Maß machen solle. Gleichzeitig wirkt das Prinzip aber auch nach innen und soll dabei unterstützen, Harmonie und inneres Gleichgewicht zu finden.

Lagom rät zu Sparsamkeit bei Geld-, Wasser- und Energieverbrauch, dem Konsum von fairen, nachhaltig produzierten Produkten und einer gesunden und bewussten Lebenseinstellung. Die Schweden reihen sich somit in den seit Jahren vorliegenden Trend zum achtsamen Leben. Und das kommt in Zeiten wie diesen ja auch nicht von ungefähr, denn, was passt besser in unsere Zeit als die Suche nach ein bisschen Gleichgewicht?

In einer Zeit, in der die Welt gesellschaftlich und politisch auf den Kopf steht und nicht nur das Klima längst aus der Balance geraten ist.

Lagom ist nicht nur ein Hype, sondern tatsächlich eine grundlegende schwedische Charaktereigenschaft, die jegliche Lebensbereiche umfasst. Der Legende nach reicht das Prinzip bereits auf die Wikinger zurück

Wichtig ist dabei der Faktor Funktionalität, denn Lagom setzt Qualität vor Quantität. Besser eine Vase mit Blumen anstatt 10 Vasen auf der Fensterbank, besser wenige hochwertige Möbel anstatt viele unnütze Einrichtungsgegenstände. Schließlich legt Lagom ebenso Wert auf natürliche, nachhaltige Materialien wie Wolle oder Holz, die umweltbewusst und zertifiziert nachhaltig verarbeitet wurden und die aus der Region kommen.

Landhausstil

Hier geht es um authentische Arrangements, Wohnwelten, die so wirken, als seien sie aus dem echten, rauen, bodenständigen Leben gegriffen – oder zumindest solche, die Geschichten aus dem Leben erzählen. Vielleicht ist es ein Trend, der einer gewissen Bockigkeit entspringt, beziehungsweise dem Bedürfnis, unserem digitalen, durchdesignten Dasein irgendetwas Bodenständiges entgegenzusetzen. Wer braucht schon einen exklusiven Esstisch, wenn er eine wunderschöne Werkbank hat? Die Leichtigkeit heller Nicht-Farben und Patina, die eine Story erzählt, bieten verblüffend viel Raum für persönliche Entfaltung, Kreativität und Veränderung.

Belle Blanc -
Der weiße Landhausstil

Beim Belle Blanc Wohnstil – oder auch „White and Worn“ genannt – steht Weiß in allen Nuancen im Mittelpunkt. Doch keineswegs kalt und unpersönlich kommt dieser Trend zu uns. Denn mit schlichten und einfachen Mitteln, lässt sich weiß im Wohnraum charaktervoll ergänzen. Bestens dafür eignen sich natürliche Materialien und Stoffe als Basis. Farben werden bei diesem Stil nur dezent eingesetzt, dafür darf die Farbe Weiß hier in all seinen Schattierungen erstrahlen.

Weiß veredelt

Weiß veredelt auch Räume – und wir sprechen hier nicht nur von der Küche oder vom Badezimmer. Weiß wirkt beruhigend, lässt der eigenen Phantasie viel Raum, bringt Klarheit und Kühnheit. Davon profitiert nicht nur das Auge, sondern auch der Geist. Deshalb ist weiß auch besonders gut für Schlafräume und fürs Wohnzimmer geeignet, denn es wirkt sommerlich erfrischend, wenn Boden, Wände und Einrichtung in verschiedenen Weißnuancen sich zu einem homogenen Ganzen fügen.

Weiß in all seinen Nuancen leben

Weiß ist aber nicht gleich weiß – es ist überraschend vielfältig. Und alle Nuancen wollen genutzt werden. Weiß gibt es Töne wie Clotted Cream, Old White, Paper White, Rose White, Lime White, Elfenbein, u.v.a. Achten sollte man letztlich auch auf die Ausrichtung der Räume. Während weiß auf Südseiten eines Hauses dem leichten Sein, dem „Savoire vivre“ eine gute Basis bittet. So wirkt sie oft kühl und trist auf der Nordseite eines Hauses. Licht bringt Weiß zum Strahlen und öffnet den Raum, währenddessen Weiß ohne Lichteinstrahlung, so wie dies auf Nordseiten oder bei schlechtem Wetter der Fall ist, grau wirkt.

Weiß liebt Alt

Wichtig für den authentischen Belle Blanc Stil ist, dass die Möbel echte oder künstliche Alterungsspuren haben und ein Mix aus verschiedenen Epochen mit gelebter Vergangenheit sind (oder zumindest so aussehen). Alle Einrichtungsgegenstände haben entweder schon einen alten weißen Anstrich oder werden nachträglich weiß gestrichen.

VINTAGE - SHABBY CHIC

Alles andere als und unschäbig präsentiert sich der Einrichtungsstil namens „Shabby Chic“. Dieses Vintage-Ambiente ist gekennzeichnet durch antik wirkende bzw. renovierte Möbelstücke. Oft werden dabei alte Retro-Möbel abgeschliffen und erhalten mit Lack neuen Glanz.

Es stört aber keinesfalls, wenn die Lackoberfläche schon verbraucht, zerkratzt, abgeblättert oder abgerieben wirkt. Diese Einrichtungselemente zeigen bewusst auf, dass sie bereits eine bewegte Vergangenheit aufweisen. Meist ist dieser Stil auch mutiger in Bezug auf kräftige Farben und Buntheit.

Wabi-Sabi

Alles Gute kommt aus dem Osten! Rückbesinnung aufs Wesentliche! So haben nicht nur die Nordlichter und Südländer ihre eigene Definition für ihren Weg zum glücklichen Sein und schönerem Wohnen. Was wir in Europa kennen und können, kommt oft aus dem Osten. Im Falle von Wabi-Sabi aus Japan. Wabi-Sabi hat nichts mit Sushi oder Maki zu tun.

Wabi-Sabi ist vielmehr ein japanisches Konzept der Ästhetik, eng verbunden mit dem Zen-Buddhismus. Im Kern handelt es sich um die Ästhetik von Einfachheit und dem Unperfekten. Ähnlich dem dänischen Hygge geht es beim Wabi-Sabi um den bewussten Umgang mit den alltäglichen Dingen – aber auch um den Respekt ihnen gegenüber. Selbst, oder besser gesagt: vor allem, wenn sie schon in die Jahre gekommen sind.

Verborgene Schönheit

Wörtlich übersetzt hat Wabi-Sabi im ersten Moment nicht mit gemütlichem Wohnen gemein. „Wabi“ bedeutet traurig, verlassen, verloren und elendig. „Sabi“ steht für Alter, Vergänglichkeit oder Patina. Gemeinsam ergeben die beiden Begriffe jedoch eine neue, erweiterte Definition. Die „verborgene Schönheit“ tritt ans Tageslicht, jene die hinter all dem oberflächlichen Glanz und Schein steckt. Jene die sich auf das Reduzierte besinnt und die Einfachheit und das Gelebte als wahres Ideal anerkennt.

Jene die Mut hat nach kleinen Mängeln und in der Unvollkommenheit seine wahre Identität und Individualität widerfindet. Einiges dieser Philosophie findet sich auch im Shabby-Chic wieder, aber auch im Minimalismus und in unserem immer bewusster werdenden Umgang mit Nachhaltigkeit oder Upcycling. Doch Wabi-Sabi geht noch einen Schritt weiter.

Das Grundmuster von Wabi-Sabi beruht auf den Lehren des Buddhismus. Was für die japanische Wohnphilosophie gilt, lässt sich auf spirituelle Weise ganz ähnlich in unser Leben übertragen: Nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt. Der amerikanische Autor Richard R. Powell definiert Wabi-Sabi so: „Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden.“

  • Besinne dich auf das Wesentliche
  • Genieße die optische Leere
  • Verzichte auf seelenlosen Konsum und materielle Überfrachtung
  • Verwende einfache und lokale Produkte – aus Naturmaterialien und von bester Qualität
  • Wertschätze dein Eigentum. Pflege es und vererbe es in Würde weiter

Wie auch bei allen anderen Wohnphilosophien und Wohntrends auch: So einfach und wunderbar wie sich die Theorie liest, so komplexer ist sie im echten Leben da draußen umzusetzen. Man muss nicht päpstlicher Denken wie der Papst und auch kein japanischen Mönch werden nur, damit etwas Ruhe und Übersicht in unser Leben und in unseren Wohnraum kommt. In erster Linie geht es bei Wabi-Sabi um Befreiung und Wertschätzung. Ein Gegenstand muss noch lange nicht entsorgt werden, nur weil er in die Jahre gekommen ist und Ecke und Kanten aufweist.

Durch ein neues Arrangement oder eine Umnutzung findet er seine Bedeutung wieder oder definiert sich im neuen Umfeld neu. Auch bedeutet Minimalismus nicht Ungemütlichkeit. Im Gegenteil: Je weniger Sie benötigen, desto hochwertiger und bequemer sollten die Gegenstände sein. Nutzen Sie das Repertoire an Stoffen und Textilien – für Kissen, Vorhänge, Teppiche oder Decken. Am besten aus Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Jute. Bei den Farben reicht die Palette von Weiß und Naturweiß über ein dezentes Grau bis hin zu gedeckten Erdtönen.

Minimalismus

Der Begriff Minimalismus hat seine Wurzeln in der bildenden Kunst, anschließend eroberte dieses Grundprinzip auch Design und Architektur. Die „Kunst des Weglassens“ ist mittlerweile auch in unsere Lebensräume als eigener Wohnstil eingezogen und befreit diese von Überflüssigen Elementen und Gegenständen. Ruhe und Einfachheit stehen an oberster Stelle, weg von der Komplexität des Alltags.

Alles wird auf das Wesentliche reduziert, so bietet Minimalismus auch wenig Platz für Dekoration, schließt diese aber keinesfalls aus. Klare Linien, glatte Oberflächen, hochwertige Materialien sowie eine schwarze, graue oder weiße Farbwelt findet man auch in der heutigen Zeit in vielen Alltagsgegenständen, von elektronischen Geräten über Möbel bis hin zum Grafikdesign.

Die Kunst des Weglassens

Die Kunst
des Weglassens

Die Sehnsucht nach Einfachheit wird in unse­rer komplexen Welt immer größer. Ein Aus­bruch aus alltäglichen Spannungsfeldern ist daher auch im minimalistisch-puristischen Wohnstil spürbar.

Nicht alles, was simpel aussieht, ist auch simpel. Denn sich von Überflüssigem zu befreien und den Fokus auf das Wesentliche zu len­ken, bedarf nicht nur einer gewis­sen Couragiertheit, sondern auch einer Menge Know-how. Schließlich steht bei minimalistischem Design nicht der Mechanismus, sondern vielmehr die Ästhetik des Produkts im Vordergrund.

Industrie Loft

Wohnen mit industriellem Charme wird immer beliebter, der großzügige Wohnstil steht für junges Wohnen. Als Loft bezeichnet man grundsätzlich in eine Wohnung umfunktionierte Lager- oder Industrieräume. Abgenutzte Stahlkomponenten, unbehandelte Holzarten, unverputzte Betonwände: Fragmentarische Merkmale wie unverputzte Mauern, sichtbare Rohrleitungen und abgeschlagene Säulen bilden den architektonischen Ursprung des angesagten Fabrik- Charmes, dessen beeindruckende Wirkung jedem Raum bizarre Wohn­lichkeit schenkt. Ganz nach dem Credo „mit Ecken und Kanten glän­zen“, ist es die Farbe, die abblättert, das Metall, das an einzelnen Stellen zu rosten beginnt, oder die Sessel-Polste­rung, die bereits ein wenig gelitten hat. Ein scheinbar unfertiger Look, der den Fokus auf die Kombination aus nack­ten, rauen Oberflächen mit glatten, technisch ausgefeilten Design-Produk­ten legt.

Besonders hohe Räume zeichnen diesen Stil ebenso aus wie wenige Wände, da Wohnbereich, Schlafzimmer und Küche oft in einem gehalten sind. Harte, kühle Materialien verlangen nach einem gegensätzlichen Partner, um ihre Einzigartigkeit ausspielen zu können. Wenn Stahl, Beton oder Ziegelwände auf weiche Teppiche, leichte Vorhänge und warmes Holz treffen, entsteht daher eine Synergie, die minimalistisch und doch wohnlich ist. Lagerhallen-Flair mit Komfort und Qualität oder auch Perfektionismus, der sich im Ver­borgenen wiederfindet.

Mediterran

Ein Gefühl wie im Urlaub - der südländische Touch im Bereich der Einrichtung äußert sich besonders durch Terrakotta-Fliesen, robuste Holzmöbel, erdfarbenen Wänden, aber auch durch kühle, leichte Stoffe wie Leinen. Für Deko-Elemente wird meist auf Stein bzw. Steinoptik gesetzt. Dazu gesellen sich auch arabische Einflüsse mit bunten Stoffen und gemusterter Keramik.

Klassisch

Dieser Wohnstil wird mit vielen kunstvollen Gegenständen umgesetzt. Hochwertige neue Möbel lassen sich dabei bestens mit neuen Antiquitäten verbinden. Ein klassisch eingerichteter Wohnraum kommt so schnell nicht aus der Mode. Eine typische Altbauwohnung mit ihren hohen Decken bildet die ideale Ausgangsbasis für diesen zeitlosen Stil, wobei meist auch Stuckelemente nicht fehlen dürfen. Der Fußboden besteht großteils aus Fliesen, Naturstein oder Parkett, der gerne in Form von Fischgrätenmuster verlegt wird. Dunkle Holzfarben werden kombiniert mit Farbtönen wie braun, beige oder auch bordeaux, aber auch Messing, Gold oder Weiß findet man oft in diesem Stil. Das Arbeitszimmer besteht aus schweren Schreibtischen und großen Regalwänden. Die Küchenfronten bekennen sich mit ihren Füllungen zum klassischen Look, dazu findet man oft eine Arbeitsplatte aus Marmor in Kombination. Die verwendete Dekoration darf gerne luxuriös und opulent wirken, das klassische Beispiel im wahrsten Sinne des Wortes ist der Kristall-Kronleuchter. Gardinen und Vorhängen dürfen in dieser Stilrichtung selbstverständlich keinesfalls fehlen.

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